Tag 1

Am ersten Tag sollten ich und meine 3 Mitpraktikanten um 9 Uhr morgens vor dem Schülerlabor sein.
Um neun wurden wir von Herrn Passow hereingelassen und zunächst einmal mit den Regeln des Labors belehrt. Danach wurden uns Zutrittskarten für das elektronische Türschloss zum Labor übergeben.
Nachdem wir die Karten ausprobiert hatten, bekamen wir einige Aufgabenblätter zu den Themen Stromstärke, Spannung und Widerstände, die wir mithilfe des KOSMOS Experimentierkastens zur Elektronik lösen sollten. Zur Lösung mussten wir verschiedene Stromkreise aufbauen und die verschiedenen Werte berechnen und messen.
Zur Wiederholung/ Vorbereitung auf die Themen besprachen wir außerdem die Formeln zur Berechnung von Widerständen, Spannungen und Stromstärke mit Herrn Passow. Nach einer einstündigen Mittagspause lösten wir dann weitere Aufgaben zum gleichen Thema, bis der Tag um etwa 15:30 vorbei war.


Tag 2

Der zweite Tag begann erneut um neun Uhr. Da ich allerdings schon etwas früher ankam, half ich noch mit den Vorbereitungen für den Tag.
Heute besuchte eine Gruppe von einigen Leuten, die sich für Elektrotechnik interessierten und nach ihrem Abitur ein freiwilliges Jahr machten.
Das Programm für den Tag begann mit der Einteilung in zwei Gruppen, von denen eine am Vormittag das Löten ausprobierte und die andere in das Programmieren von Microcontrollern eingeführt wurde.
Wir waren zunächst in der zweiten Gruppe und lernten so am Vormittag, was Microcontroller sind, und wie sie programmiert werden. Danach durften wir selber mit vorgefertigten Microcontrollern, zu denen unter anderem schon ein Temperatursensor, ein Taster und 2 LEDs angeschlossen waren, das programmieren dieser Bauteile ausprobieren. Wir sollten z.B. einige Aufgaben zum Temperatursensor lösen, bei denen in einem Krankenhaus die Temperatur eines Patienten gemessen werden, und es einen Alarm geben sollte, wenn die Temperatur über eine bestimmte Gradzahl herausging.
Nach einer Mittagspause tauschten die Gruppen und wir wurden in die Kunst des Lötens eingeführt. Nach der Belehrung durften wir mit verschiedenen Teilen aus der Elektronik Fantasiefiguren löten. Ich lötete einen Käfer aus einigen LEDs, Widerständen und weiteren Teilen, während meine Mitpraktikanten zum Beispiel ein fünf-beiniges Einhorn mit dem Körperbau eines Dackels und einen weiteren kleinen Käfer kreierten.
Nachdem die Gruppe weitergezogen war, saßen wir bis etwa 15:30 erneut an den Laptops und recherchierten das Erstellen von Internetseiten, da wir ja für das Labor einen Praktikumsbericht erstellen sollten.


Tag 3

Am dritten Tag lösten wir am Morgen weitere Aufgabenblätter zu den Themen Logikschaltungen und Transistoren, und besprachen diese anschließend.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Aufbauen und programmieren von LEGO-Mindstorms, die unter anderem mit einem Ultraschall-Sensor Hindernisse in ihrem Weg erkennen konnten und mithilfe eines einfachen Programms, das ich am Computer schrieb und dann auf den Mindstorm herunterlied, diesen Hindernissen ausweichen und alleine durch den Raum navigieren konnte.
Ein anderes Programm, das ich schrieb beinhaltete einen "Kreissägenarm", den ich in Form von einem Motor und einem runden, flachen Bauteil am Mindstorm befestigte. Ich programmierte den Mindstorm so, dass der Kettensägenarm anfing sich zu drehen, sobald der Ultraschall-Sensor ein Hindernis erkannte, das näher als 30cm vor dem Mindstorm befand.
Um etwa 15:30 begannen wir dann, für den Tag einzupacken, und räumten die Mindstorms ordentlich weg.


Tag 4

Der vierte Tag bestand hauptsächlich aus dem Schülertag des Deutschen Bundes für Luft- und Raumfahrt, an dem wir teil nahmen.
Vor Beginn der Veranstaltung halfen wir den Mitarbeitern des Schülerlabors beim Tragen der Materialien für ihre Station für den Schülertag zum Veranstaltungsgebäude, welchees sich auch auf dem Gelände des Schülerlabors befand.
Zur Einfüührung in den Schülertag versammelten sich zunächst alle teilnehmenden Schüler, Lehrer und Stationsleiter in einem großen Versammlungsraum, wo zunächst Jemand den Tagesablauf erklärte, bevor sich alle Stationsleiter kurz vorstellten.
Nach der Begrüßung wurden die Schüler in 5 Gruppen eingeteilt, und jeder von uns Praktikanten schmuggelte sich in eine der Gruppen ein. Ich ging mit der dritten Gruppe zunächst zu der Station, die wir am Beginn des Tages hergetragen hatten.
Zunächst hörten wir an dieser Station einen kurzen Vortrag zum Thema Computer und wo man sie findet. Anschlieeßend durften einige Schüler mit einer Oculus Rift den Kopf eines Roboters steuern, und sich so im Raum umsehen, während wir etwas mehr über den Roboter und ähnliche Technologien zum Einsatz in der Luft- und Raumfahrt diskutierten.
Die nächste Station bestand aus einem weiteren kurzen Vortrag über LEDs und einigen praktischen Versuchen zum Thema.
Nach einer Frühstückspause ging es mit der dritten Station weiter. Diese bestand aus 3 Unterstationen.
Die erste von diesen befasste sich mit 3D-Bildern. Zuerst konnten wir uns mit 3D-Brillen Bilder vom Mars ansehen, und danach wurde uns erklärt, wie 3D funktioniert.
Bei der zweiten Unterstation konnten wir mit einem Laptop einen Roboterarm steuern, und sollten aus Fotodosen Türme bauen.
Die dritte und letzte Station behandelte infrarotes Licht. Zunächst lernten wir, dass das menschliche Auge zwar kein infrarotes Licht sehen kann, aber dass man es mit einer Handykamera trotzdem erkennen kann. Danach wurden uns verschiedene Infrarotkameras vorgeführt.
Bei der für mich vorletzten Station lernten wir mehr über Magnetismus.
Die letzte Station befasste sich mit dem Vakuum des Weltraums, wir führten einige Experimente mit Luftlehrem Raum durch.
Nachdem der Schülertag vorbei war, machten wir eine Mittagspause und bauten danach weiter an den Mindstorms. Ich schrieb ein Programm, bei dem mein Mindstorm, den ich liebevoll Jeff getauft hatte, durch das Abspielen von verschiedenen Frequenzen ein Lied abspielen würde, konnte dieses aber leider nicht ausprobieren, da mein USB-Kabel verschwunden war.
Der Tag war erneut um etwa 15:30 Uhr vorbei.


Tag 5

Am Freitag widmeten wir uns zunächst dem Aufschreiben des Ablaufes unseres bisherigen Praktikums und besprachen danach, wie wir uns den Aufbau der Internetseite, die wir für den Praktikumsbericht erstellen sollten vorstellten.
Danach recherchierte jeder von uns die Funktionsweise von einem der Sensoren der Mindstorms, wobei ich mich mit dem Lichtsensor befasste, und stellten anschließend unsere Ergebnisse den anderen Praktikanten vor.
Den Rest des Tages programmierten und bauten wir weiterhin an unseren Mindstorms, und ich konnte endlich das am vorherigen Tag geschriebene Programm ausprobieren, da mein USB-Kabel wieder aufgetaucht war.
Am Ende des Tages mussten wir unsere geliebten Mindstorms dann leider auseinander bauen und verabschiedeten uns für das Wochenende.


Tag 6

Am Montag begannen wir damit, dass SPURT-Mobil nach einer Anleitung nachzubauen.
Wir sägten, bohrten und klebten die Teile.
Allerdings musste ich aufgrund eines Zahnartzttermins schon in der Mittagspause gehen, während die Anderen am Nachmittag weiterklebten, da wir nicht nur unsere eigenen, sondern noch 20 weitere SPURT-Mobile für eine Messe bauen mussten.


Tag 7

Der siebte Tag bestand aus der Weiterführung des Baus unserer SPURT-Mobile.
Während wir gestern die Teile zurechtgesägt und -bohrt und anschließend zusammengeklebt hatten, löteten wir heute die Schaltung zusammen und testeten die Mobile, die auf einer Bahn an einer schwarzen Fläche entlang fahren sollte.
Ein Reflexkoppler, der mithilfe einer LED und eines Empfängers zwischen weiß und schwarz unterscheiden konnte, ließ immer dann Strom fließen, wenn das Mobil sich auf einer weißen Oberfläche befand. Der Stromkreis funktionierte so, dass je nachdem, ob der Reflexkoppler, der wie ein Schalter funktionierte, den Strom leitete (also über einer weißen Fläche) oder den Strom nicht leitete (über einer schwarzen Fläche), einer der zwei Motoren je ein Rad antrieb, und das Mobil so an der Linie langfuhr. Am Nachmittag beschäftigteen wir uns dann weiter mit dem Ersellen von Internetseiten.


Tag 8

Den Mittwoch begannen wir mit dem Raspberry Pi.
Das ist praktisch ein kleiner Computer in der Größe einer Kreditkarte.
Zunächst spielten wir das für den Raspberry Pi existierende Betriebssystem Noobs auf die Mini-SD-Karte des Raspberry Pis.
Danach schlossen wir ihn an einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus an und starteten ihn. Nachdem wir in den Einstellungen die SSH-Verbingdungen eingeschaltet hatten, fuhren wir die Raspberry Pis herunter und schlossen sie an einen Router an.
Nun konnten wir über unsere Laptops den Raspberry Pis feste IP-Adressen zuweisen, da die Laptops ebenfalls mit dem Router verbunden waren. Über das Programm Putty konnten wir so die Raspberrys fernsteuern.
Am Nachmittag kam außerdem eine kleine Gruppe von Schülern, die im Schülerlabor das Löten ausprobieren wollten. Wir halfen beim Aufbau der Lötstationen und arbeiteten an unseren Internetseiten weiter, während die Schüler löteten.


Tag 9

Am Donnerstag sollte der Tag um 7:45 Uhr bei der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität in Rostock starten. Da ich mich zunächst verlaufen hatte, kam ich erst nach einigen Anrufen im Hörsaal an, wo die anderen Schüler schon einen Vortragüber Elektrotechnik hörten. Wir hörten 2 weitere Vorträge zum Maschinenbau und zur Informatik, bei denen es hauptsächlich um die Anwendung dieser Themengebiete in Autos ging.
Nach den Vorträgen gingen wir in einen anderen Raum, wo uns 2 Projekte der Studenten der Uni vorgestellt wurden.
Das erste Projekt war eine Miniatur-Eisenbahnstrecke, die von Studenten aus einer Spielzeugeisenbahn erstellt wurde. Eine Bahnstrecke war in einem transportierbaren Koffer aufgebaut und es gab eine graphische Oberfläche auf einem Monitor, mit der man die Weichen steuern konnte.
Das zweite Projekt bestand aus einem Fahrzeug, das ebenfalls von Studentengebaut wurde und bis zu 80 km/h erreichen konnte.
Anschließend wurden wir durch eine Halle geführt, in der uns unter anderem moderne und weniger moderne Schiffsmotoren gezeigt wurden. Leider waren Teile des Vortrags sehr schlecht zu verstehen.
Danach wurden wir noch durch das Konrad Zuse Haus geführt, wobei uns unter anderem ein großer Höhrsaal mit 100Plätzen und ein "Smart Room", der zum Experimentieren genutzt wird, gezeigt wurden.
Nach der kurzen Führung war der Tag dann schon um etwa 12 Uhr vorbei und wir machten uns auf den Heimweg.


Tag 10

Den letzten Tag verbrachten wir mit dem Fertigstellen der Internetseiten, da diese zum Praktikumsende fertig sein mussten.
Ich beendete die Formatierung meiner Seite, fügte Bilder ein und korrigierte einige Fehler.


Fazit

Mir hat das Praktikum beim Schülerlabor sehr gut gefallen. Wir hatten immer etwas zu tun und es war immer sehr interessant. Ich habe viel Neues gelernt, unter Anderem, wie man lötet, verschiedene Programmiersprachen, mehr über das Erstellen von Internetseiten, über Physik und die Universität in Rostock. Ich würde auf jeden Fall Jedem, der sich für Elektronik oder Informatik/Programmieren interessiert ein Praktikum beim Schülerlabor empfehlen.